Ich studiere für 4 Monate an der Westküste Kanadas. Das Beste: Ich lasse euch alle daran teilhaben!

Friday, December 22, 2006

Track 53: „I´ll be home for christmas“

Die Sachen sind gepackt – in wenigen Stunden geht es Richtung
Flughafen. Morgen abend, also am 23.12., lande ich dann in Bremen – pünktlich zu Weihnachten sozusagen. Ich freue mich schon! Weihnachten muss man einfach zu Hause verbringen… Auch wenn das Wetter in Deutschland die Weihnachtsstimmung wohl nicht so fördert wie in Vancouver (weiße Weihnachten!)… Schade allerdings. In Vancouver senden sogar die Busse Weihnachtsgrüße aus. Nett, oder!? Um außerdem noch etwas Vorfreude zu entfachen, hier schon mal ein großer, bunter (Whistler-) Weihnachtsbaum :-)

Ich hoffe, ihr habt alle schöne Weihnachtstage. Fühlt euch alle herzlich gegrüßt! In diesem Sinne:

Frohe Weihnachten euch alle! Merry Christmas! Feliz Navidad!

Thursday, December 21, 2006

Track 52: „O Canada“

Knappe 30 Stunden habe ich nur noch hier, dann geht es Richtung Heimat. Zeit also Resumée zu ziehen. Um es kurz zu machen: Die letzten Monate waren die wohl besten in meinem Leben. Ich weiß, das ist viel gesagt. Aber ich glaube, ich war noch nie am Stück so gut gelaunt/ glücklich wie hier. Es gab tatsächlich keinen einzigen Tag, an dem ich nicht irgendwie fröhlich war. Ich hoffe, ich kann diese positive Stimmung mit nach Deutschland nehmen.

Nicht, dass ich Einige und einiges nicht vermisst hätte! Keine Frage. Aber im Allgemeinen habe ich hier so viel erlebt, gesehen, gelernt (und ich meine jetzt nicht in der Uni *g*), dass ich die Zeit nur in bester Erinnerung haben werde.


Als ich im August plötzlich ganz alleine auf dem Flughafen von Vancouver stand, dachte ich mir schon, was machst du hier eigentlich!? Soweit von Deutschland weg zu sein, ohne irgendetwas und irgendjemanden zu kennen, war dann doch schon komisch. Aber im Endeffekt war es doch die beste Entscheidung alleine zu gehen.

Zum Glück habe ich hier schnell Freunde gefunden – ich hoffe, nicht nur Freunde für die 4 Monate in Vancouver. Aber das wird schon klappen. Ich hoffe, die meisten irgendwann, irgendwo wieder zu sehen…

Vor allem die Fahrten waren der absolute Hit. Vor allem den Trip nach Vancouver Island (wunderschön!), aber auch Whistler und Seattle, werde ich sicherlich nie vergessen.



Mit meinen Vorhaben vom ersten Blogeintrag bin ich quasi komplett gescheitert ;-) Alle Pessimisten sind also Realisten gewesen. Ich bin über nichts gegrindet… :( Dafür war die Zeit dann wohl doch zu knapp. Ich habe kein Free Willy Foto geschossen – aber wenigstens annähernd. ;o) Und ich habe auch keinen Kanadier im Eishockey geschlagen; nicht mal im American Football… schwach, ich weiß. ABER: Ich hatte jeden Tag Spaß! juhu Immerhin.

2 von meinen 10 Lebensträumen/ -zielen (aus den Englisch-Vorlesungen bei Jeremy: 10 things I want to do before I die…) haben sich hier direkt erfüllt. Ich hab Orcas in freier Wildbahn gesehen, und ich hab den Dalai Lama getroffen! Auch wenn ich mit „treffen“, ursprünglich eigentlich eine persönliche Audienz gemeint hatte. lol Aber wir wollen mal nicht übertreiben…

Alle von euch, die ihr Auslandssemester noch vor sich haben: Freut euch! Es wird bestimmt großartig! Ich wünsche euch mindestens eine genauso gute Zeit, wie ich sie hatte. Das wird schon – keine Bange. Lasst euch von den hektischen Vorbereitungen nicht die Vorfreude verderben! Alle anderen, die nicht in meinem Studiengang sind, sondern woanders studieren: Macht ein Auslandssemester! Selbst wenn euch die Kurse nicht angerechnet werden – nehmt euch das eine dumme Semester und hängt es hinten dran! Es lohnt sich auf jeden Fall. Wer weiß, ob ihr nochmal die Chance habt, so lange, so „einfach“ ein fremdes Land zu erleben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr es bereuen werdet.


Danke für alle emails, Postkarten, Telefonate, Kommentare auf meinem blog, die mich aus der Heimat erreicht haben. Ich hab mich über jede einzelne Nachricht aus der Heimat gefreut!

Ich jedenfalls hoffe, dass ich nicht das letzte Mal in Vancouver war. Dazu ist die Stadt/ Region einfach zu großartig. Ich hoffe, dass ich spätestens 2010 wieder hier bin – als Journalist bei den Olympischen Winterspielen! :-)

Tuesday, December 19, 2006

Track 51: "Other side"

Wir haben wieder Strom! Nachdem es gestern wieder stark geschneit hat, ist hier die Stromversorgung unterbrochen gewesen - kein Internet, kein Kontakt zur Außenwelt ;-)

Aber inzwischen ist wieder alles in Ordnung, wie ihr seht. Zum Wochenende: Es standen wieder Verabschiedungen an... :( Ellie hat sich am Samstag mit einer letzten Party verabschiedet. Am Sonntag ging es für sie zurück
nach Down Under. Ebenfalls am Sonntag hat Aaron seine Heimreise angetreten, so dass es hier auf dem Campus langsam leer wird. Aber die Party war nochmal super. Ein würdger Abschied einer feucht-fröhlichen Zeit. hehe

Am Sonntag mittag war ich dann wieder snowboarden. Dabei hab ich auch meine Neigung zum Fakey-fahren relativ eingeschränkt. Inzwischen versuche ich auch mehr Heelside zu fahren (bremsen) - klappt relativ gut. Das beste an Mount Seymour: Die Pisten sind bis 22h geöffnet. Snowboarden im Flutlicht - das hat schon was :-) Dazu eine atemberaubende Sicht auf das Lichtermeer downtowns
. Sehr schön!

Ein Mal gehe ich vielleicht noch in den Schnee. Ansonsten werde ich die letzten Tage mit den übrig gebliebenen internationals verbringen und entspannen. Nach downtown (Stanley Park) nöchte ich spätestens am Donnerstag nochmal - um endgültig von Vancouver Abschied zu nehmen. Aber bis dahin meld ich mich bestimmt nochmal. Cheers!

Thursday, December 14, 2006

Track 50: „Die Flut“

Um auch wirklich ALLE Sehenswürdigkeiten Vancouvers gesehen zu haben, bin ich heute nochmal mit 4 Freunden in den Stanley Park gefahren, um das Vancouver Aquarium zu besuchen. Und es hat sich letztendlich auch gelohnt – meine anfänglichen Zweifel waren unbegründet…

Naja, allgemein gilt das Vancouver Aquarium als eines der renommiertesten in Nordamerika - vor allem in der Forschung und in der Versorgung von verletzten/ kranken Meerestieren.

Highlights des Aquariums sind ohne Zweifel die Belugas (Weißwale). Putzige Tiere. Sie haben – meiner Meinung nach – einen sehr komischen, weil unförmigen, Körper. Immerhin werden sie zwischen drei und sechs Meter lang und können bis zu 1.500kg schwer werden. Belugas leben vor allem in arktischen Gewässern: an den Küsten Alaskas, Kanadas und Russlands.


Mindestens ebenso gut war aber auch die Delphin-show. Ich mag Delphine :-) Ihr wisst: Eines Tages möchte ich mal mit Delphinen schwimmen. Das steht ganz oben auf der Top 10 Liste der Dinge, die ich mal machen möchte (gleich nach ner Safari in Afrika) Und das geht unter anderem in Perth, Australien! Ellie! Spätestens nachdem Ellie mir das erzählt hat, möchte ich sie unbedingt besuchen. Ganz in der Nähe von Perth soll es eine Bucht geben, wo Touristen unter Aufsicht mit Delphinen im Meer schwimmen können. (Obwohl das angeblich nicht gut für die Tiere sein soll… das gibt mir ja schon zu denken) Aber mit Delphinen zu schwimmen hört sich einfach zu großartig an. Mal schauen…

Der Ausflug heute war jedenfalls schön. Morgen steht meine letzte Kl
ausur an – wird schon irgendwie werden... Danach sind jedenfalls Ferien. olé!!!

Tuesday, December 12, 2006

Track 49: „Ans Ende denken wir zuletzt“

Trotzdem: Irgendwann kommt das Ende – 11 Tage bin ich noch in Vancouver. Aber die erste hat heute schon den Hei
mweg angetreten: Amanda aus Idaho, „the potato state“ :-). Schon komisch und blöd. Ich hasse Verabschiedungen… Auf der anderen Seite: Man vermisst nur das, was einem etwas bedeutet… Ich war zwar „nur“ 4 Monate hier, aber das war ne großartige Zeit, vor allen wegen den 5-6 guten Freunden, die ich hier gefunden habe. Und dazu gehört bestimmt auch Amanda. Übrigens konnten wir sie sogar überzeugen, mit Aaron und Natalie im nächsten Jahr einen Deutschkurs an der Uni zu belegen! Aaron will sogar versuchen ein Praktikum in Dtld zu machen. Wie auch immer: Jetzt hab ich also wieder einen Grund mehr nach Amerika zu fliegen – nur schade, dass es soo weit weg ist. Warum kann ich nicht mehr Europäer kennen lernen!? ;-) Tja, sollte nicht sein: Es sind mal wieder angelsächsische Leute, mit denen ich mich am besten verstanden habe…

Jedenfalls wars immer sehr lustig mit Amanda... Sorry for this pic Amanda, but it`s so funny, how much you liked the Fireball. lol
Die nächsten Verabschiedungen folgen dann schon am Donnerstag und am nächsten Samstag/ Sonntag. So langsam wird es hier also einsam – die letzten Tage müssen daher noch besonders genutzt werden! Aber ich denke, so langsam hab auch ich hier alles gesehen und alles erlebt – ich bin bereit wieder nach Hause zu kommen! Und ich freue mich auch auf darauf! Bis bald…

Sunday, December 10, 2006

Track 48: „Heaven is a halfpipe“

Heute stand mal wieder snowboarden auf dem Programm. Diesmal aber nicht in Whistler, sondern direkt in Vancouver, vor unserer Haustür quasi ;-) Drei lokale Skigebiete gibt es in/ um Vancouver; Mount Seymour haben wir heute ausprobiert.

Bei Regen zu Hause losgefahren, hat es zum Glück am Vormittag aufgelockert. So dass wir beim snowboarden diese tolle Sicht auf Vancouver hatten! Wunderschön. Schemenhaft kann man vor der Skyline Canada Place erkennen (weißes Zeltdach); rechts auf der Halbinsel neben den ganzen Hochhäusern befindet sich Stanley Park.


Boarden war auch wieder toll – bis zur Mittagspause. Danach wurde das Wetter leider richtig schlecht. Heftige Regel und Nebel zogen auf. Der Regen klatschte uns ins Gesicht und wir waren nach wenigen Minuten klitschnass… Keine guten Vorraussetzungen. Da das Wetter auch nicht besser wurde, haben wir uns am späten Nachmittag auf den Heimweg gemacht, und uns bei Tee und deutschem Spekulatius (danke Mama!) aufgewärmt.

Friday, December 08, 2006

Track 47: „Another Day in Paradise“

Besser gesagt, war ich das ganze (lange) Wochenende wieder im „Paradies“ namens Whistler. Hier nun endlich der
Bericht: Es war noch besser als davor das WE. Schon unsere Unterkunft war der absolute Hammer. Eine Lodge (Ferienwohnung) mit Kamin!, 2 Schlafzimmern, tolle Aussicht und Outdoor - Whirlpool! Toll :-) Wir konnten also im heißen Wasser nach dem Snowboarden relaxen und hatten gleichzeitig das Gefühl „im Schnee zu sitzen“. Supercool.

Snowboarden war auch wieder spitze! Diesmal sind wir auch den zweiten großen Berg, Blackcomb Mountain, heruntergefahren. Ich hatte das Gefühl gute Fortschritte zu machen – bis Montag. Samstag und Sonntag bin ich für meine Verhältnisse ganz gut gefahren, und konnte relativ mit drei anderen mitfahren, ohne dass ich sie allzu sehr aufgehalten hätte. Klappte echt gut! Zitat von Andy aus Glasgow, Schottland: „You need balls for snowboarding. And Tim, you have balls. I can see that.“. Also nicht “literally” (=wortwörtlich)! Lol
War also alles bestens bis Montag. Da hat es ohne Ende geschneit – die Sicht war stark eingeschränkt, trotz goggles. Noch schlimmer:
Ich hab mich immer wieder im Schnee festgefahren. Der Neuschnee war ziemlich hoch, und da ich (noch) nicht wirklich gut die Geschwindigkeit halten kann, wurde ich immer wieder vom Schnee abgestoppt und ausgebremst. Sehr ärgerlich…

Abends hatten wir auch super Spaß! Obwohl trinken und feiern in Whistler sauteuer ist. Ich habe für ein Pint 7.50$ bezahlt – das teuerste Bier, das ich jemals hatte… Aber wir hatten ne super Zeit. Mal sehen, ob ich die Tage noch mehr Bilder von unseren Feierlichkeiten veröffentlichen kann. Hier erstmal ein Gruppenfoto von uns 6 (Freitag waren wir sogar zu 8).


Nun ja, morgen steht mein erstes „final exam“ an. Ich hoffe, ich bestehe einfach… Heut abend waren wir nämlich noch alle zusammen aus zum Dinner – Amanda fährt Montag schon. Und wir müssen die Zeit ja noch nutzen. Die „finals“ sind da n bisschen im Weg – aber das wird schon. Drückt mir die Daumen :-)

Monday, December 04, 2006

Track 46: „Bitter Sweet Symphony“

Hallo zusammen! Ich bin wieder zurück: habe ein tolles WE hinter mir! Um aber die Chronologie zu wahren, gibt es erst einmal einen Rückblick auf letzten Donnerstag und meinem ersten live NHL-Spiel.
Wie gesagt war der Gegner der Vancouver Canucks am Donnerstag, die Anaheim Ducks (ohne „Mighty“ inzwischen! – warum weiß ich auch nicht. Schlechte Entscheidung falls ihr mich fragt…) Rund 18.700 Zuschauer waren im GM (General Motors) Place – das heißt ausverkauft. Zum 138(!) Mal in Folge. Verrückt.


Nach netter Eröffnungsshow mit amerikanischer und kanadischer Nationalhymne, gings von Beginn an in eine Richtung – aufs Tor der Ducks. Aber nicht
umsonst, sind die Canucks eines der schlechtesten Offensivteams der ganzen Liga. Chancen über Chancen, aber nur ein einziges Tor! Mager für Eishockeyverhältnisse… Dafür 2 Mal Pfosten. Tja, Anaheim war nicht besser, aber effektiver. 2 Tore reichten zum Sieg – und Schuld war neben der miserablen Chancenauswertung der Canucks, ausgerechnet Kanadas Nummer 1 Roberto Luongo. Beim ersten Tor sah er schlecht aus: Ein schwacher Schuss aus spitzem Winkel rutschte unter seiner Fanghand durch. Und vorm 2. Gegentor hat er eine Strafzeit kassiert, wegen Spielverzögerung (Delay of Game), weil er den Puck unbedrängt über die Bande gespielt hat – grottenschlecht… Jedenfalls wurde aus Anaheims 5:4 Überzahl-Spiel für gut eine Minute 5 gegen 3 – und das ist im Eishockey kaum zu verteidigen. Naja, im Endeffekt muss man Luongo wohl auch mal einen schlechten Tag erlauben – er spielt bislang eine gute Saison.

Zum Abschluß noch ein Wort zur „Fankultur“, wenn man das überhaupt so bezeichnen kann. Die Stimmung war ziemlich enttäuschend. Fangesänge gibt es nicht – ein wirklicher Heimvorteil ist nicht wirklich gegeben. Da war beim American Football in Seattle deutlich mehr los. Außer ein bisschen rhythmisches Klatschen, war es die meiste Zeit im GM Place relativ ruhig. Also, es war schon toll mal ein Spiel live zu sehen, aber wenn ich wählen könnte, würde ich (natürlich!) jederzeit die Ostkurve im Weserstadion vorziehen. Wo wir schon beim Thema sind: Morgen Mittag (Pacific Time) wird zum ersten Mal in der CL Geschichte ein Titelverteidiger nach der Vorrunde schon aus dem Wettbewerb sein! - …hoffentlich...

Wednesday, November 29, 2006

Track 45: „Ich bleibe Kind“

Schnee, Schnee und noch mehr Schnee!!! Nicht mehr nur in den Bergen (Whistler), sondern seit diesem Wochenende ist auch Vancouver völlig von Schnee bedeckt. Dabei ist Vancouver eigentlich gar nicht bekannt viel Schnee zu haben. Normalerweise ist es hier relativ mild, mehr als 2-3 Zentimeter sind in downtown nicht zu erwarten – und das auch nur im Jan/ Feb.

Aber offensichtlich wurden meine Hoffnungen erhört! :-) Schnee, wohin man schaut. Das Beste: Am Montag fiel sogar die Uni aus! Alle Straßen rauf zu unserem Campus waren am Sonntagabend und Montagmorgen gesperrt. Wir waren quasi von der Außenwelt abgeschnitten ;-)

Und was macht man im Schnee!? Schlitten fahren natürlich! lol Ich hab mir nichts groß dabei gedacht, als die Amis und gefragt haben, ob wir rodeln gehen. Warum nicht, dachte ich mir. Dass wir aber auf Tabletts (!), die wir vorher aus der Mensa „ausgeliehen“ haben, Hügel runterrutschen würden, hatte ich nicht wirklich geahnt. Quasi das kanadische Gegenstück zur Wok-WM. :o) Es war superspaßig! Nachdem wir im deutsch-kanadischen Fünfer-Bob schon Erfolge gefeiert haben, brauchten wir eine neue Herausforderung: Skeleton! Seht selbst: http://www.youtube.com/watch?v=V7Bc-uXDuTg

Was für ein Spaß! Jedenfalls habe ich mein gesamtes Pulver verschossen – heute habe ich tierisch Halsschmerzen. Aber ich habe keine Zeit für ne Grippe. Eishockey morgen und Whistler übermorgen. Also prügel ich wieder kurzfristig alles an Obst in mir rein, was ich finde kann und hoffe einer Erkältung mal wieder zu trotzen. Drückt mir die Daumen!

Monday, November 27, 2006

Track 44: „I love Lake Tahoe“

22 “long years ago, searching for the snow, found the (Tahoe) WHISTLER lakes, just about the perfect place”. Naa naa naa, nana naa na naa,….

Wow! Whistler war der absolute Hammer. So was hab ich noch nicht gesehen. In Anlehnung an Sönke Wortmanns Film „Deutschland – Ein Sommermärchen“, würde ich sagen: Whistler – ein Wintermärchen! Es war traumhaft. Hier würde ich meine Winter verbringen wollen. Bibberkalt, unfassbar viel Schnee, niedliches village – die perfekte, romantische Winteridylle!

Von sonnigem „schweizer“ Osterwetter kann ich allerdings nicht reden – ganz im Gegenteil. Samstag wars kalt: - 8 Grad. Sonntag wars aber noch kälter! – 12 Grad. Und gerade wenn du denkst, es kann nicht mehr schlimmer kommen: Heute waren es im Whistler Village (700m hoch) minus 18 (!) Grad, auf dem Whistler Mountain -23!!!. Ich fasse es nicht. Aber ich habe es ja so gewollt! Und ich habe es genossen!!

Während ich Samstag also noch gut gelaunt ohne Schal und Mütze gefahren bin, sah ich die letzten beiden Tage eher aus wie ein Eskimo. Wobei: Schon Samstag ist der Schnee auf meinen Haaren und meinen Augenbrauen gefroren. :-) Sehr cool!


Jetzt zu meinen Snowboardkünsten: Und ich sage nicht umsonst Künste. lol
Das wichtigste: Ich hatte superviel Spaß. Es war absolut großartig. Sehr, sehr geil. Ich bin auf jeden Fall vom Snowboardfieber gepackt! Wie gesagt, Samstag hat direkt mein Unterricht begonnen. Und nach knapp 2-3 Stunden, habe ich meine neu erlernten Basics gleich mal filmen lassen. *g* (zentral im Bild, zwischen den beiden roten Skiläufern
http://www.youtube.com/watch?v=Q8niz6pwWQc

Sensationell… Bisschen mit den Armen gerudert, aber schon da war mein Talent eindeutig unverkennbar müsst ihr zugeben! ;-p Heute war ich dann das erste mal alleine unterwegs, und die Anfängerabfahrt war gesperrt. Hm, ich bin ein bisschen planlos durch die Gegend geschlittert – weil ich mich nicht hoch zu den richtigen Abfahrten getraut habe. Also bin ich erstmal zu Starbucks und hab mich mit Kaffee und Cookie gestärkt – um mich dann aufzuraffen, den Berg zu entern. Ich dachte mir, ich bin ja nicht zum Cookie-Essen in Whistler. Und ja, im Endeffekt bin ich tatsächlich Whistler Mountain runtergefahren! (natürlich auf eine der einfachen Abfahrten!). Aber trotzdem: War ein gutes Gefühl es gemacht zu haben! „Wir können alles schaffen, genau wie die toll, dressierten Affen - wir müssen nur wollen!“ ;-)

Aber: (Mama, jetzt weghören! *g*) 2 Mal hat es mich schon heftig weggerissen, aber die Bedingungen waren optimal. Der Schnee, alles frischer „powder“, hat mich gut abgefedert. Außer einen blauen Fleck am Bauch keine Probleme!

Ja, und weil es so toll war, geht es nächsten Freitag gleich wieder nach Whistler! :-) Bis dahin brauche ich aber goggles, denn gestern konnte ich bei Windböen kaum was sehen; dürfte ne gute Investition sein. Denn eines ist klar: Mit Sonnenbrille werde ich hier wohl in den nächsten 4 Wochen nicht fahren ;-)

Friday, November 24, 2006

Track 43: „Learn to fly“

Whistler, yeah! Morgen geht’s los, Freunde des Schnees :-) . Ich werde zum ersten Mal in meinen Leben die Snowboard-Pisten rocken! Oke – ehrlich gesagt, wird es dieses WE wohl nur für den Idiotenhügel reichen ;-) Trotzdem: Ich freue mich riesig, und bin bis in die Haarspitzen motiviert.

Die Voraussetzungen sind jedenfalls optimal: Seit 16 Tagen schneit es dort durchgehend. 170cm Schnee liegen aktuell bereit! Endlich Schnee!!!

Aber da noch kein Meister vom Himmel gefallen ist, gehts erstmal in die „Snowboardschule“ – für 3 Tage. Wenn schon, denn schon! Obwohl mir angeboten wurde, dass man mir privat zeigt, wie es geht, wollte ich doch meine ersten Schritte unter professioneller Anleitung machen.




Hier noch ein paar Facts zu Whistler:

Spricht man von Whistler, meint man in erster Linie die beiden Berge „Whistler Mountain“ und „Blackcomb Mountain“, die 2182m bzw. 2284m hoch sind. Im „Whistler Village“ wohnen knapp 10.000 Menschen – aber jährlich besuchen über zwei Millionen Menschen Whistler. Es gilt zusammen mit Aspen, Colorado, als bestes Skigebiet Nordamerikas. Achtung, jetzt kommts: „Qualität und Standards sind mit Kitzbühel, Lech, St. Moritz oder Davos zu vergleichen.“ (wikipedia.de) lol Na dann…

Wie ich ja schon ein paar Mal erwähnt habe, finden in Whistler ein Teil der Wettbewerbe der Olympischen Winterspiele 2010 statt. Außerdem wurden dort 2005 die Snowboard-Weltmeisterschaften ausgetragen!

Ob meine Snowboardkünste irgendein Talent erkennen lassen, werdet ihr dann wahrscheinlich Dienstag lesen – und hoffentlich auf Fotos sehen können!

Bis dahin!

Tuesday, November 21, 2006

Track 42: "Denk-mal"

Ich habe heute meinen kreativen Tag (siehe schon die Überschrift - versteht ihr!? Denkmal von Wir sind Helden vs die Ausfforderung "denk mal (nach)" *g*) Und diese Kreativität trifft auf die zweite langweilige Vorlesung hintereinander. Also habe ich mir - in Nachahmung der guten Idee der beiden "Inderinnen" - ein Rätsel ausgedacht: Ein Kreuzworträtsel! :-)

Um das zu lösen müsst ihr clever sein, Humor haben (auch für das Lösungswort bzw Lösungssatz[?]), und mich etwas kennen. Regelmäßiges Lesen meines Blogs könnte teilweise und indirekt helfen. Der erste, der die Lösung nennt, gewinnt was tolles! lol Ein Sonderpreis für die Person, die alle Fragen beantworten kann - was mich relativ beeindrucken würde!

Hinweis: Englische Fragen, benötigen eine englische Antwort (Schreibweise); deutsche Fragen = deutsche Antwort. es gibt kein ä,ö,ü - falls, dann: ae, oe, ue. Die roten Unterstriche ergeben von oben nach unten die Lösung!

Los gehts:

1:What is the most popular
"canadian" beer? _ _ _ _ _ _ _ _

2:Wo gab es den ersten Starbucks? _ _ _ _ _ _ _

3:Wer entdeckte Vancouver? _ _ _ _ _ _ _ _ _

4:What starts with an "e", ends with an "e"
and contains one(!) letter? (3. Buchstabe gesucht!)

5:Wo kommt nicht nur die beste Musik her,
sondern auch die tollsten Mädchen? _ _ _ _ _ _ _ _

6:Welches ist mein Lieblingslied?
("Eines Tages werd` ich mich rächen...") _ _ _ _ _ _ _

7:What is the capital of B.C.? _ _ _ _ _ _ _ _

8:Wie würde ich nach heutigem Stand einen möglichen Sohn von mir
- zumindest mit Zweitnamen - nennen wollen? _ _ _ _


Dann viel Spaß - ich hab schon jetzt ne Menge Spaß lol - und viel Erfolg!

Saturday, November 18, 2006

Track 41: „Knocking on heaven´s door“

Ich hatte eigentlich vor, an diesem Wochenende nicht zu bloggen, aber die Ereignisse in Vancouver überschlagen sich! ;-) Zustände wie in der Dritten Welt, sage ich euch.

Aber von vorne: Vorgestern haben wir eine email bekommen, wir sollten das Leistungswasser in unseren Townhouses nicht mehr trinken! Es sei verschmutzt und möglicherweise bakterienverseucht. Zähne putzen und waschen ja, trinken nein! Nach heftigen Regenfällen und Sturm nahe der Wasserreservoirs (70km entfernt von hier; hier in Vancu/ Burnaby hat man nichts von Unwettern mitbekommen) kommen die Klärwerke wohl nicht richtig nach. Nun ja, verärgert hat es mich schon – aber ich hab mir nichts groß dabei gedacht, ich trinke ja eh CocaCola. :-) Bis ich aber heute Zeitung gelesen habe…

Ausgangslage: Weitere Stürme und Regenfälle sind fürs Wochenende vorausgesagt.

Das führte laut Vancouver Sun zu Panikkäufen in ganz Vancouver! Lest selbst: „The uncertainty that news brings caused thousands to swarm stores on Friday in hopes they could get enough bottles of water to carry them through until the municipal supply is deemed safe again.
Worried residents and business owners lined up for hours throughout the region -- and some even started fights -- to get their hands on any amount of clean water. Suppliers and retailers were run off their feet.“

Ich fasse es nichts – jetzt prügelt man sich schon in Kanada um Trinkwasser… Und ich bin extra in ein Land, in dem scheinbar Recht, Ordnung und Wohlstand herrschen. Da hätte ich auch nach Timbuktu gehen können. ;o)

Dem Zeitungsbericht zufolge, wurde sogar der Premierminister, Stephen Harper, auf seiner Auslandsreise in Hanoi, Vietnam, informiert! Die örtlichen Behörden geben allerdings Entwarnung: „`This is very much precautionary,´ said Gasparini. `The bacterial testing results have all been fine.´ `Nobody is dying in the streets,´ added Carline.” (Vancouver Sun, Nov 18th)

Niemand wird auf der Straße tot umfallen!? Sehr beruhigend! ;-) Soweit die ersten Eindrücke aus dem Krisengebiet – damit zurück nach Deutschland.

Friday, November 17, 2006

Track 40: „Cigarettes will kill you“

Letzter Eintrag über das WE in Seattle. Bevor ich mit dem moralischen Zeigefinger auf den Songtitel zu sprechen komme (hehe), zunächst ein paar Sätze zum Ben Lee – Konzert am Sonntagabend in Seattle.


Von Ben Lee habe ich vorher nichts gehört, aber Ellie hat kräftig Werbung für ihren australischen Landsmann gemacht. Und Seattle ohne Konzert, ist ja auch wie Pommes ohne Majo! Wobei: Amis, Briten, Kanadier und auch Aussies essen Pommes nicht mit Majo, sondern mit Ketchup oder so ner komischen hellen Flüssigkeit… pffh, selber Schuld ;-)

Aber zum Konzert: Vorgruppe super! Als Ben Lee, (angeblich) große Nummer in AUS, dann die Bühne betrat, dachte ich, was ist das denn für ein Vogel. Lockenkopf, goldenes Jackett – sah mehr aus wie ein Comedian als ein ernsthafter Sänger. Aber nach zwei Liedern hat er mich überzeugt. Es war sehr unterhaltsam, vor allem weil Ben Lee sehr viel mit dem Publikum interagiert hat und sich selbst nicht wichtig genommen hat. Typ australischer Sonnyboy würde ich mal sagen. So auch die Musik. Vergleichbar mit Jack Johnson. Also gut, aber nicht weltbewegend. Aber durchaus nette Lyrics.

Und: Wer einen Song mit dem Titel „Cigarettes will kill you“ hat, hat sowie meine Sympathien. Rauchen ist in Kanada und den USA in der Öffentlichkeit verboten – ach wie schön! Das heißt, wenn man aus ner Kneipe bzw. aus einer Disco kommt stinkt man nicht nach Rauch und muss seine Klamotten zwei Tage auslüften! Anti-Rauchkampagnen und hohe Preise haben zu einem Klima in der Öffentlichkeit gefühlt, in dem rauchen größtenteils verpönt ist. Kein Jugendlicher, der sich Möchtegern-Erwachsen fühlt, nur weil er ne Zigarette im Mund hat. Was für eine schöne Wirklichkeit und hoffnungsfrohe Vision für Deutschland! :-) Ich sags ja schon seit Jahren: Tabakpreise viiiel weiter rauf und öffentliches Rauchverbot – irgendwann wird es schon soweit sein. herrlich

Alle Raucher unter euch, die jetzt wieder mürrisch den Kopf verdrehen, mögen mir verzeihen, aber ihr kennt das ja ;-) In diesem Sinne: Rauchen sucks!

Wednesday, November 15, 2006

Track 39: „Regen und Meer“

Dass es in Seattle regnet, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben – außer wahrscheinlich beim Architekten des 2002 eröffneten Qwest Fields, dem Stadion der Seattle
Seahawks. Anders kann ich mir nicht erklären, dass höchstens ein Drittel der Plätze überdacht sind! Und das in der rainy city–unverständlich! So kam es also, dass ich 3 Stunden im Regen saß, um mein erstes NFL – Spiel zu sehen: Seattle Seahawks gg St. Louis Rams. Ein Spitzenspiel zweier alter Rivalen um den ersten Platz in ihrer Division. Insgesamt waren knapp 70.000 Zuschauer trotz des Horrorwetters da. Das bedeutete gleichzeitig Rekord: „The biggest crowd ever to attend a Seattle Seahawks football game was 68,175 on Sunday, November 12, 2006 against the St. Louis Rams”. [http://en.wikipedia.org/wiki/Qwest_Field]
Ich hab also gleich bei meinem ersten Spiel zu einem Rekord beigetragen. ;-) Aber auch sonst ist es oft ausverkauft, nur diesmal gab es wohl auch viele Gästefans, was in den USA nicht oft der Fall ist.


Aber es hat sich nicht nur deswegen gelohnt. Es war ein aufregendes Spiel, mit viel Drumherum: Feuerwerk vor und nach dem Spiel, US-Helikopter die zum Ende der Hymne übers Stadion geflogen sind – und viele verrückte Fans. Sehr skurille Verkleidungen habe ich gesehen… Die Fans der Seahawks gelten allgemein als eine der lautesten in der Liga. Bei jedem gegnerischen Angriff wird gebuht, geschrieen, gepfiffen oder sonst wie Lärm gemacht um die Absprache beim Gegner zu stören.

Geholfen hat es vorerst nicht viel. Den ersten Touchdown erzielten die Gäste. Bis 9(!) Sekunden vor dem Ende führten die Rams mit 22:21. Dann kam der Kicker der Seahawks und erzielte ein 38yard – Fieldgoal zum 24:22 Sieg. Danach war das Stadion richtig am toben. lol

Last but not least: Was natürlich auch zum Football gehört sind die Cheerleeders – und die standen voll auf mich. ;-p